SCHOOL SESSIONS 2019 - Foto: Tobi ZellerWenn Madonna, wie neulich gesehen, offenbar den Zenit ihrer musikalischen Ausdrucksstärke überschritten und der Beitrag unserer „Sisters“ auf dem ESC mit Platz 24 ebenfalls kein Ruhmesblatt geerntet hat, heißt es, auf anderen Veranstaltungen nach musikalischen Talenten Ausschau zu halten. Zum Beispiel bei den „School Sessions 2019“ der Karlsbader Realschule.

Im Ernst: Das gestrige Konzert, bei dem die Rheinstettener „Nation of Voices“ als Sextett auf die Karlsbader „Mimirious“ trafen, war ein Ohrenschmaus! Dabei wurde ein Programm, stark geprägt von Titeln von Adele und Rihanna, abgerundet z. B. durch „Viva la vida“ (Coldplay) und „Little Talks“ (Of monsters and men), gespielt – wobei manch eine der Solistinnen – insbesondere die der „Nation of Voices“ - ihren Vorbildern schon ganz schön nahe kamen. Mimirious wiederum glänzten (zu zehnt!) durch ihre Stimmengewalt, wobei auch hier jede einzelne der Sängerinnen durch ihr individuelles Können den Auftritt prägte. So war die Stimmung mal andächtig, wenn der Pianist (Mathias Schulz) und eine Solistin Gänsehautmomente in den Saal zauberten. Oder mitreißend, wenn zehn Mimirious-Kehlen den ganzen Saal zu einem lauten „Hey“ von den Stühlen rissen.
Neben dem Piano boten Bass (Jan Götz), Gitarre (Kai Portolano ) und Schlagzeug (Uwe König) einen wunderbaren musikalischen Teppich, auf dem die talentierten Sängerinnen sich rund zwei Stunden sehr sicher bewegten. Das Publikum dankte es durch viel Applaus – freilich nicht ohne den Künstlern noch eine deftige Zugabe - „hey!“- abzutrotzen.

 

Text: J. Renz
Foto: Tobi Zeller

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