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Ein ganz besonderes Projekt der Klasse 6c

Stabschrecken in der Realschule Karlsbad
Wer sind eigentlich Staberich, Fridolin, Simba und Lilo, die seit wenigen Wochen in der Realschule Karlsbad zuhause sind?
Das sind die neuen Klassenhaustiere der Klasse 6c.

Stabschrecken in der 6c
Stabschrecken in der 6c
Stabschrecken in der 6c
Ein Haustier im Klassenzimmer zu haben, war der große Wunsch der Klasse 6c, der im Klassenrat an die Klassenlehrerinnen Marion Lutz und Stephanie Bortone gerichtet wurde.
Man sprach gemeinsam über Hund, Katze, Maus, über deren Lebensraum, einer artgerechten, verantwortungsvollen und achtsamen Tierhaltung und über Vor- und Nachteile.
Aufgrund dieser Überlegungen kam man schnell auf Insekten zu sprechen, auf Stabheuschrecken.
So startete ganz unvorhergesehen, alleine aus der Initiative und dem Interesse der Schüler, ein wunderschönes, erlebnisreiches Projekt im eigentlichen Sinne, das nicht mehr aufzuhalten war.
In Kooperation mit einer Kollegin vom Gymnasium Remchingen, das selbst in Projektform Stabheuschrecken an der Schule hat, wurde das Projekt erfolgreich umgesetzt.
Die Schülerinnen und Schüler der Klasse 6c übernahmen den Bau des Terrariums, organisierten den wöchentlich wechselnden Pflegedienst und auch die Pflege in den Ferien.
Die Insekten wurden mit viel Freude von der Klasse empfangen und bei mutigen Schülerinnen und Schülern durften die Tiere sogar schon auf dem Arm krabbeln. Sehr schnell war die erste Angst und Zurückhaltung auch bei den anderen Schülerinnen und Schülern überwunden und nach und nach hatte jeder Schüler Freude und Vertrauen zu den Tieren gewonnen.

Stabschrecken in der 6c
Stabschrecken in der 6c
Stabschrecken in der 6c
Die Schülerinnen und Schüler beobachteten mit großem Interesse die neuen Haustiere Staberich, Fridolin, Simba und Lilo und hatten dadurch auch viele Fragen und gingen diesen beobachtend, forschend und informierend auf den Grund:

Wo sind die Stabschrecken heimisch?
Wie sieht ihr Lebensraum aus?
Welche Tiere gibt es in ihrem Lebensraum noch?
Was hat der tropische Regenwald mit dem Klima zu tun?
Was fressen die Stabschrecken?
Wie pflanzen sich die Tiere fort?
Wie verhalten sie sich in Gefahrsituationen?
Können sie stechen und beißen?
Wie sehen die Männchen aus, wie die Weibchen?
Welche Feinde hat die Stabschrecke?

Die Stabschrecken:
Als Stabschrecken (Euphasmida) werden Insekten aus der Ordnung der Gespenstschrecken bezeichnet, die in Gestalt und Farbe einen Zweig nachahmen (Mimese).
 Es gibt verschiedene Arten von Stabschrecken: Annam-Schrecken (Balculm extradentatum)
 Indische Stabschrecke (Carausius morosus)
 Geflügelte Stabschrecke (Sipyloidea sipylus)
Costa-Rica Stabschrecke (Calynda brocki)

Allgemein:
Es gibt rund 2500 Stabschreckenarten. In Europa gibt es nur eine Art von Stabschrecken und sie ist grün. Sie gehören zwar zur Gattung der Heuschrecken, aber sie springen nicht wie heimische, sondern sie bewegen sich Schritt für Schritt fort und haben keine Flügel, weil die sich zurückgebildet haben. Sie bewegen sich den ganzen Tag nicht und sind kaum sichtbar. Ihre Feinde sind die Vögel.

Fortpflanzung:
Die Weibchen legen unbefruchtete Eier, aus denen nur Weibchen schlüpfen. Dieses nennt man Jungfernzeugung (Parthenogenese).
Männchen gibt es seltener.
Wenn die Stabschrecke Eier legt, hört es sich an als ob Regen auf den Waldboden fiele. Sie legen 100 bis 400 ca. 3 mm große Eier. Von den Eiern überlebt nur ein Viertel. Bis sie erwachsen sind häuten sie sich 7 mal. Die Stabschrecke wird ca. 1 Jahr alt.
Aussehen:
Der Körper der Stabschrecke ist lang gestreckt und stabförmig.
Die Männchen haben eine Länge von ca. 5-6 cm. Die Weibchen werden 7-9 cm lang. Durch ihre Fühler wirken sie länger. Der Kopf ist klein und die Augen sitzen seitlich am Kopf. Die Farbe der Stabschrecke hängt von Luftfeuchtigkeit und Lichtstärke ab.
Die Farben sind Grüntöne und Braun-Schwarztöne. Sie können sich totstellen, deswegen sollte man nachschauen, ob sie wirklich tot sind, bevor man sie begräbt.

Lebensraum:
Sie leben vor allem in China und Indien, in freier Wildbahn, dort bevorzugt in tropischen Wäldern. Dort sitzen sie auf Büschen oder Bäumen gut getarnt. Nachts klettern sie in ihren Nahrungspflanzen herum.

Nahrung:
Die indischen Stabschrecken sind Pflanzenfresser. Sie fressen alle Pflanzen, die in Wäldern oder auf Wiesen wachsen. Ein paar Pflanzen die sie gerne fressen, sind: Brombeer-, Himbeer-, Brennnesselblätter, Weißdorn, Petersilie, Liguster, Feuerstrauch, usw.

Haltung und Zucht:
Wenn man Stabschrecken hält, sollte man ein Terrarium mit Deckel haben. Man kann jede Art von Boden nehmen und ihnen aus Zweigen und Ästen Klettermöglichkeiten bauen. Das Gefäß (ein kleiner Wasserbehälter) mit der Nahrungspflanze muss man 2-3 mal in der Woche erneuern. Um die Luftfeuchtigkeit zu erhöhen, muss man die Pflanzen jeden Tag mit Wasser besprühen.

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